Mittwoch, 30. November 2016

Winterdienst, Fahrstuhl und Co.: Steuerzahler können mehr von der Steuer absetzen

Steuerzahler können künftig deutlich mehr haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkertätigkeiten von der Steuer absetzen als bisher. Somit kann beispielsweise der Winterdienst auf öffentlichen Gehwegen vor dem eigenen Grundstück als haushaltsnahe Dienstleistung berücksichtigt werden. Das geht aus einem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen hervor. Darauf weist Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern, hin.

Das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen an die obersten Finanzbehörden der Länder berücksichtigt verschiedene Urteile des Bundesfinanzhofes. Danach ist die Prüfung der ordnungsgemäßen Funktion einer Anlage ebenso eine Handwerkerleistung wie die Beseitigung eines bereits eingetretenen Schadens oder Maßnahmen zur vorbeugenden Schadensabwehr. Somit können künftig beispielsweise die Dichtheitsprüfungen von Abwasseranlagen, Kosten der Wartung und der Reparatur bei Fahrstühlen oder auch die Kontrolle von Blitzschutzanlagen begünstigt sein.

Grundsätzlich können von den Rechnungen die Lohn- und Fahrtkosten geltend gemacht werden, und zwar zu 20%. Bei Handwerkerleistungen beträgt der abziehbare Höchstbetrag 1.200 Euro, für haushaltsnahe Dienstleistungen liegt er bei 4.000 Euro (§ 35a Einkommensteuergesetz).